MITTWOCH, 19. FEBRUAR 2025 19:30

 

Nach der eindrücklichen Aufführung von Mozarts Requiem auf historischen Instrumenten im November 2023 widmen wir dem wohl bekanntesten Wunderkind der Musikgeschichte nun ein ganzes Konzertprogramm. Eröffnet wird dieses mit der Ouvertüre zur Oper «Mitridate», einer von Mozarts frühen Beiträgen zur Opera seria. Sie wurde 1770 in Mailand uraufgeführt – den Auftrag erhielt er im Alter von 14 Jahren, während seiner ersten längeren Italienreise mit Vater Leopold. Es folgt das 9. Klavierkonzert in Es-Dur, oft auch «Jeunehomme» genannt. Es ist das letzte seiner Gattung, das Mozart in Salzburg komponierte. Der Übername entstand aus der fälschlichen Annahme, dass es für einen Pianisten namens «Jeunehomme» geschrieben wurde. Tatsächlich aber war es die Virtuosin Louise Victoire Noverre verh. Jenamy, die das Konzert zum ersten Mal spielte – möglicherweise hatten sich die Biographen also einfach verlesen. Solistin in unserem Konzert ist Els Biesemans am Hammerlfügel, Absolventin der Schola Cantorum. Den krönenden Abschluss bildet die Sinfonie Nr. 40 in g-Moll – Mozarts vorletzte, 1788 in Wien komponiert und heute eines seiner meistgespielten Orchesterwerke.

Eintritt frei/Kollekte

 

Der Name des La Cetra Barockorchester Basel ist Antonio Vivaldis Violinkonzert
op. 9 La Cetra – die Leier – entlehnt. Er steht für das Kernrepertoire des Orchesters, der italienischen Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts. Neben konzertanten Opern, Werken der italienischen Renaissance- und Barockmusik und der Wiederentdeckung von unbekannten Meisterwerken ist La Cetra mit seinem zugehörigen Vokalensemble prädestiniert für die Aufführung grosser Werke für Chor und Orchester von der Renaissance bis zur Klassik.
La Cetra gehört mittlerweile zu den führenden Barockorchestern der Welt, das Ensemble ist international präsent wie nie zuvor mit Auftritten in den wichtigsten Konzertsälen wie Concertgebouw Amsterdam, Philharmonie de Paris, Festspielhaus Baden-Baden, Konzerthaus Wien, Elbphilharmonie Hamburg, Theater an der Wien, Carnegie Hall New York sowie bei den renommiertesten Festivals wie Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Festival de Granada, Festival Aix-en-Provence u. v. m. Im August 2023 hat La Cetra eine Residenz beim Musikfest Bremen inne.
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Andrea Marcon ist einer der renommiertesten Musiker und Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik und der Klassik. Geboren im norditalienischen Treviso, studierte er an der Schola Cantorum in Basel u. a. bei Jean-Claude Zehnder, Hans Martin Linde und Jordi Savall sowie bei Luigi Fernando Tagliavini, Hans van Niewkoop, Jesper Christensen, Harald Vogel und Ton Koopman. 
Seit 2009 ist er künstlerischer Leiter von La Cetra. Tatsächlich begann seine Partnerschaft mit dem La Cetra Barockorchester Basel bereits 1999 mit dem allerersten Konzert des Ensembles. Seither führt er es von Höhepunkt zu Höhepunkt im Rahmen von internationalen Konzerttourneen.
Als Gründer der legendären Barockensembles «Sonatori de la Gioiosa Marca» und des Venice Baroque Orchestra gastiert Andrea Marcon seit vielen Jahren in allen bedeutenden Konzertsälen weltweit. Als Gastdirigent arbeitet er zudem mit den Münchner und Berliner Philharmonikern, dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, den Bamberger Symphonikern u.v.m. und widmet sich in den letzten Jahren auch dem sinfonischen Repertoire von Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann und Brahms. Als Operndirigent war er u. a. an der Oper Frankfurt, den Opern in Valencia, Sevilla und Lausanne, in La Fenice oder am Bolschoi-Theater in Moskau eingeladen. Im Frühling 2023 gab er sein Debut an La Scala di Milano. 

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Els Biesemans  ist Pianistin, Organistin, Kammermusikerin, Initiantin und Leiterin des Zürcher Fortepiano
Festivals «Flügelschläge» – Els Biesemans‘ musikalische Biografie weist viele Facetten auf.
Nach dem Studium in Leuven spezialisiert sich die belgische Künstlerin an der Schola
Cantorum Basiliensis in der Tastenvielfalt des 18. und 19. Jahrhunderts. Mit einem vom
Mittelalter zur Moderne reichenden Repertoire erspielte sich Els Biesemans zahlreiche
internationale Auszeichnungen. Sie gewann den Ciurlionis-Wettbewerb in Vilnius und den
Arp-Schnitger-Preis beim Musikfest Bremen. Als Solistin tritt sie im In- und Ausland am
Hammerflügel auf, an der Orgel oder mit ihrem Kammermusik-Ensemble Elsewhere. Bekannt
ist Els Biesemans als brillante Interpretin berühmter Komponisten und Komponistinnen
ebenso wie als Entdeckerin von in Vergessenheit geratener Musik. www.elsbiesemans.be